08.03.2020
Wahlkampffinale der Freien Wähler in Mainburg

Bestens besucht war die Abschlussveranstaltung von Bürgermeisterkandidat Helmut Fichtner und seiner Stadtratsmannschaft vergangenen Sonntag im Seidlbräu. Fichtner ging dabei nochmals auf die Schwerpunkte seines Wahlprogramms ein und machte eindrucksvoll deutlich, wie wichtig ein langfristig angelegtes Stadtentwicklungskonzept für Mainburg ist.

Renate Fuchs und Oliver Zeilmaier, die durch die Versammlung führten, machten gleich am Anfang deutlich, was sie von einem neuen Bürgermeister erwarten: er soll gemeinsam mit den Bürgern die Belange Mainburgs erarbeiten und diese zielgerichtet verfolgen, „schöne Sonntagsreden“ helfen nicht weiter.

Ein wichtiger Punkt für Helmut Fichtner ist die Stadtentwicklung. Endlich angepackt werden sollen die drei Problembereiche Christlberg, Bibliothek/Museum und die Stadthalle. In dem bereits von der Stadt in Auftrag gegebenen ISEK Gutachten sieht er gute Chancen diese Bereiche durch gute Planung und die Beteiligung der Bürger zu gestalten. Denkbar wäre den Bereich der Stadthalle zu einem Kulturzentrum mit Integration des grünen Marktes zu verwirklichen. Museum und Bibliothek sollen endlich barrierefrei werden. Der Schandfleck Christlbrauerei muss in Angriff genommen werden, Rathaus und Verwaltung könnten darin Platz finden. Diese Maßnahmen sind der erste Schritt der Stadtentwicklung, viele weitere – wie das ehemalige Brand-Gelände oder weitere Teile der Innenstadt – müssen folgen.

Von großer Bedeutung ist das Schaffen von bezahlbarem Baugrund. „Wenn junge Familien sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen sich niederlassen möchte, dann muss das auch möglich sein!“, lautet die klare Forderung. „Dann muss man definitiv prüfen, ob das Einheimischenmodell in der jetzigen Form zielführend ist.“ Ebenso muss endlich ein Gesamtkonzept für die Grundschule Mainburg entwickelt werden. „Einzelmaßnahmen sind Flickschusterei! Die Hortbetreuung, das Ganztagsangebot, der Verkehrsübungsplatz, usw. gehören angepackt und in unmittelbarer Nähe der Schule geplant.“ Dass die Finanzierung all dieser Ziele nur mit einer funktionierenden Wirtschaft gelingt, steht außer Frage. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen durch die Stadt so gesetzt werden, dass Betriebe und Einzelhandel beste Voraussetzungen vorfinden.

Kommunikation ist für den Teamplayer Fichtner ein zentraler Punkt. Bessere Informationspolitik seitens der Stadt mit den Stadträten und schließlich auch für die Bürger ist für die Zukunft sehr wichtig. Da helfen moderne Medien wie spezielle Apps, die den Service im Rathaus für die Bürger erweitern.

Zum Schluss machte Ehrenvorsitzender und Altbürgermeister Josef Egger deutlich: „Aus eigener Erfahrung sind für die Umsetzung mittel- und langfristiger Ziele mindestens zwei Amtsperioden Grundvoraussetzung.“