05.03.2020
Kultusminister Piazolo spricht in Mainburg zur Schulpolitik

Auf Einladung von Bürgermeisterkandidat Helmut Fichtner und MdL Hubert Faltermeier nahm der Bayerische Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo anfangs ausführlich Stellung zur Digitalisierung an den Schulen. Hier gab er einen Einblick in die Wichtigkeit der neuen Medien im Unterricht und welche Möglichkeiten diese aufweisen. Auch dass dafür schon viele Millionen Euro investiert wurden, verschwieg er nicht, auch wenn bewusst und bekannt ist, dass noch viele Investitionen in diesem Bereich anfallen werden. Hierbei muss bedacht werden, dass eine flächendeckende Einführung erst mit der Zeit möglich ist, da zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Oftmals fehlt einfach ein Systembetreuer an der Schule. Weiterhin ging er schon vor der Diskussion mit den Besuchern auf die mangelnde Unterrichtsversorgung in den Grund- und Mittelschulen ein. Dabei ist dem Minister durchaus bewusst, dass für die Lehrerinnen und Lehrer die aktuelle Lage durch die fehlenden 1400 Lehrkräfte unbefriedigend und belastend ist. Zwar wurden schon Entlastungen im bürokratischen und verwaltungstechnischen Bereich angestoßen und 750 neue Lehramts-Studienplätze geschaffen, trotzdem bleiben die zu bewältigenden Aufgaben vielfältig. In der anschließenden Diskussion brachten die zahlreich anwesenden Lehrkräfte ihre Anliegen vor, denen Piazolo sachlich und fundiert Rede und Antwort stand. Er nahm sie ernst und versprach ihnen, die Forderungen als Arbeitsgrundlage itzunehmen. Unmut löst unter anderem die Regelung des Arbeitszeitkontos im Teilzeitbereich aus. "Ziel muss es sein, dass die anstehenden Maßnahmen den Bedarf an Lehrkräften für alle Schularten mittel- und langfristig sicher stellen", forderte der Bürgermeisterkandidat Helmut Fichtner von der Schulpolitik. Zum Schluss bedankte sich der Mittelschullehrer Fichtner für die konstruktive und sachliche Diskussion.