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06.11.2019
Bürgermeisterkandidat Helmut Fichtner nominiert

Bericht der HZ vom 09.11.2019

Helmut Fichtner will auf den Chefsessel

Freie Wähler nominieren 48-jährigen Vorsitzenden als Bürgermeisterkandidat

Mainburg. Seit über einem Jahr war es bekannt, jetzt ist es offiziell: Helmut Fichtner tritt für die Freien Wähler als Bürgermeisterkandidat bei den Kommunalwahlen im März kommenden Jahres an. Der 48-jährige Vorsitzende, der seit 2008 im Stadtrat sitzt, wurde von seiner Gruppierung am Mittwoch einstimmig nominiert. Mehr Transparenz sowie bessere Kommunikation und Führung liegen dem Bewerber um den Chefsessel im Rathaus besonders am Herzen.

Von Hans Kistler

Zur Aufstellungsversammlung im Hotel-Gasthof „Seidlbräu“, bei der zudem die Stadtratsliste abgesegnet wurde (wir berichten gesondert), waren auch der Ehrenvorsitzende und Altbürgermeister Sepp Egger, Landtagsabgeordneter und Ex-Landrat Hubert Faltermeier sowie Kreisvorsitzender Christian Nerb gekommen. Letzterer leitete die vorgeschriebenen Wahlgänge in souveräner Manier. Zuvor wies er darauf hin, dass die Freien Wähler im Landkreis nach wie vor gut aufgestellt seien, was die Anzahl der amtierenden Kreisräte oder Bürgermeister untermauere.

Faltermeier betonte ebenfalls die jahrzehntelange gute Arbeit mit Mainburg als „Hochburg der Freien Wähler“, die etwas zu verteidigen hätten. Er erinnerte an den früheren Vorsitzenden Alfons Brandl sowie die erfolgreiche Bürgermeistertätigkeit Eggers. „Ich hoffe, dass Helmut Fichtner darauf aufbauen kann und wünsche ihm viel Erfolg bei seiner Kandidatur.“

Bevor er von seinen Parteifreunden aufs Schild gehoben wurde, brachte Fichtner in einer knapp einstündigen Rede den Zuhörern sich und seine Vorstellungen von der Ausübung des höchsten Amtes in der Stadt näher. Der verheiratete Mittelschullehrer - dessen Frau Christine der Versammlung beiwohnte - hat zwei Söhne, ist seit 2001 Mitglied der Freien Wähler Mainburg und seit 2013 Ortsvorsitzender. Im Stadtrat sitzt der Referent für Sport und Freizeit im Bau- und Umweltausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss. In seiner Freizeit engagiert er sich als Nachwuchstrainer beim FC Mainburg.

Erste Erfahrungen

Durch Renate Fuchs und Sepp Egger kam er mit 30 in die Kommunalpolitik, hat sich nach eigener Aussage bei den Freien sofort wohlgefühlt, erste Erfahrungen gesammelt und 2002 ein gutes Ergebnis eingefahren. Für ein Stadtratsmandat reichte es aber erst sechs Jahre später. 2017 bekundete Fichtner erstmals, dass er sich eine Kandidatur vorstellen könne, nach dem - auch persönlich - guten Ergebnis bei der Landtagswahl habe er diese bekanntgegeben.

Dass mit einem solchen Amt auch eine Menge Verantwortung verbunden ist, weiß er. „Die Aufgabe des zukünftigen Bürgermeisters wird sein, die Stadt zukunftsorientiert und durch ein Entwicklungskonzept planvoll und nachhaltig weiterzuentwickeln.“ Dabei sei Kommunikation nach außen und innen notwendig. Die Bürger müssten über Themen frühzeitig informiert und in Entscheidungen eingebunden werden, denn nur so schaffe man Vertrauen und Miteinander. Der Chef müsse die Zielrichtung vorgeben, seine Stadträte und die Verwaltung mitnehmen. „Nur wenn gemeinsam für ein Ziel gearbeitet wird, entsteht etwas Gutes.“

Fichtner nannte im Anschluss eine ganze Reihe von „Baustellen“ wie Stadthalle samt AOK-Gelände, Belebung der Innenstadt, Grundschule am Gabis, Mittelschulturnhalle, Hallenbad oder Bauland nach dem Einheimischenmodell. Für diese Projekte müsse genau geplant werden, um die entsprechenden Investitionen sinnvoll einzusetzen.